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Gewalt im sozialen Nahraum, Gesundheit


Usability-Studie «Test von Instrumenten für Katarakt-Operationen» – sozialwissenschaftliche Erhebung und Auswertung

 

AuftraggeberIn: ISS AG, Integrated Scientific Services, Biel
Laufzeit: 2016
Inhalt: Entwickeln von Befragungsinstrumenten und eines Befragungssettings für den Test von neuartigen Instrumenten, die zukünftig bei Katarakt-Operationen zum Einsatz gelangen sollen. Die Instrumente («preloaded injectors») werden bei ÄrztInnen und Pflegefachpersonen im Operationsbereich verschiedener Länder getestet. Im Fokus stehen Akzeptanz, Handlichkeit, Tauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit der neuen Operationsinstrumente.
Methodisch wurden vorgegebene Fragestellungen in einen Interviewleitfaden 'übersetzt', zudem wurde ein standardisierter Kurzfragebogen mit geschlossenen Fragen entwickelt («one-page-to-tick»), ein Datenblatt mit Angaben zu den Befragten sowie ein Beobachtungsbogen für die Testsituation. Durchführung der Erhebungen (Video, Audio) in Deutschland, England, Italien und Portugal; Testumfang: N = 140 Instrumente. Quantitative und qualitative Auswertung sämtlicher Erhebungsdaten. Erstellung des Ergebnisberichts mit sämtlichen Testergebnissen, Quotes der Befragten, zusammenfassende Resultate, Empfehlungen (Umfang: 50 Seiten).

Bericht: interner Schlussbericht.

 

 

Evaluation «zivilrechtliche Gewaltschutznorm: Umsetzung und Wirksamkeit von Art. 28b Zivilgesetzbuch»

 

AuftraggerIn: Bundesamt für Justiz
Arbeitsgemeinschaft:
mit Prof. Dr. Andrea Büchler, Lehrstuhl für Privatrecht und Rechtsvergleichung, Universität Zürich
Laufzeit: Juni 2014 bis Frühling 2015
Inhalt: Die Evaluation gibt Auskunft darüber, wie sich die Praxis zur zivilrechtlichen Gewaltschutznorm von Art. 28b ZGB, die seit 1. Juli 2007 gesamtschweizerisch in Kraft ist, präsentiert, inwiefern sie sich bewährt und welche künftigen Schritte angezeigt sind. Durchführung von schriftlichen Befragungen in allen 26 Kantonen bei: erstinstanzlichen Gerichten, Opferberatungsstellen und Frauenhäusern sowie AnwältInnen von Opfern. Zudem ExpertInneninterviews mit Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt/Schweizerische Konferenz gegen Häusliche Gewalt (SKHG), Polizei, Staatsanwaltschaft, KESB, Beratungsstellen für Nachstellungsopfer und Beratungsstellen für Gewaltausübende.

Bericht: Gloor Daniela, Meier Hanna, Büchler Andrea (2015): Evaluation «Umsetzung und Wirkung von Art. 28b ZGB». Schlussbericht zuhanden Bundesamt für Justiz (83 Seiten). download

Gloor Daniela, Meier Hanna, Büchler Andrea (2015): Evaluation «Umsetzung und Wirkung von Art. 28b ZGB». Zusammenfassung der Ergebnisse zuhanden Bundesamt für Justiz (5 Seiten). download

 

 

Anlaufstelle Häusliche Gewalt (AHG), KESB und Gemeinden: Zusammenarbeit bei Fällen häuslicher Gewalt

 

Auftraggeberin: Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt, Departement Volkswirtschaft und Inneres, Kanton Aargau
Laufzeit: 2014
Inhalt: Entwickeln eines Leitfadens zur Zusammenarbeit der Anlaufstelle Häusliche Gewalt (AHG) des Kantons Aargau mit den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) und den Gemeinden; in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Stellen des Kantons und der Gemeinden.
Berichte: interne Dokumente.

 

 

Interventionen bei Partnergewalt aus Sicht der Betroffenen (NFP 60)

 

Auftraggeberin: Schweizerischer Nationalfonds, Nationales Forschungsprogramm 60: Betroffenensicht zu Recht und Interventionen bei Partnergewalt – auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter?
Laufzeit:
Oktober 2010 bis Februar 2014
Inhalt:
In den letzten zehn Jahren wurden die Interventionen bei Partnergewalt in der Schweiz wie in andern Ländern Europas intensiviert. Die Studie evaluiert die Situation von Frauen, die Gewalt erlebt haben: Wie beurteilen sie die Beratung und Hilfe, die ihnen zuteilwurde? Welche Unterstützungsformen waren hilfreich und nützlich? Welche Rahmenbedingungen wirkten sich eher einschränkend oder negativ aus? Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das aktuelle Interventions- und Unterstützungsnetz aufgrund der Erfahrungen der Nutzerinnen zu reflektieren. Durch den Einbezug der Betroffenen ermöglicht das Projekt eine neue Sicht auf diesen nach wie vor drängenden Problembereich der Gleichstellung und stellt neuartiges Wissen zur Verfügung.

Berichte / Publikationen:
Gloor Daniela, Meier Hanna (2016): Violence against women – an indicator of gender equality?! In: Liebig Brigitte, Gottschall Karin, Sauer Birgit (Hrsg.) Gender Equality in Context. Policies and Practices in Switzerland. Barbara Budrich Publishers, Opladen, Berlin, Toronto, S. 63–86.
Gloor D., Meier H. (2014): «Nach dieser Zeitspanne fragt man sich wirklich, ob das jetzt ein Witz ist.» Erfahrungen gewaltbetroffener Frauen mit Interventionen des Rechtssystems. In: juridikum, Zeitschrift für Kritik, Recht und Gesellschaft, 3/2014, S. 327–337.

Daniela Gloor, Hanna Meier (2014): «Der Polizist ist mein Engel gewesen.» Sicht gewaltbetroffener Frauen auf institutionelle Interventionen bei Gewalt in Ehe und Partnerschaft. Schlussbericht der NFP 60-Studie. Download: 366 Seiten, Pdf

Alle Downloadmöglichkeiten: Seite «Studie Betroffenensicht»→
Weitere Informationen: www.nfp60.ch

 

 

Forschungsprojekt «Gewalt in der Partnerschaft und Alkohol»

 

Auftraggeber: Bundesamt für Gesundheit, Projekt «Problemlagen bei häuslicher Gewalt und Alkohol – Opfer, Tatpersonen und Fachleute»
Laufzeit: 2011–2013
Inhalt:
Das Forschungsprojekt verfolgt drei Ziele. Das Vorhaben eruiert erstens mit einer quantitative Untersuchung bei Fachstellen in den Bereichen Gewaltberatung und Opferberatung in der Schweiz, wie häufig von Gewalt betroffene Personen zusätzlich von einer Alkoholproblematik betroffen oder mitbetroffen sind. Zweitens werden die unterschiedlichen Konstellationen untersucht, wenn es um häusliche Gewalt und Alkohol geht. Dazu werden mit Betroffenen Gruppengespräche durchgeführt. Anhand von Fallbeispielen werden die verschiedenen Situationen ausdifferenziert. Drittens bringen Expert/innen-Runden die Sicht der Fachleute beider Bereiche ein, häusliche Gewalt und Sucht. Ziel dieser Workshops ist es, Schwierigkeiten und Stärken der aktuellen Vorgehen auszuloten sowie Möglichkeiten für eine adäquate Versorgung von Personen mit einer dualen Problematik zu diskutieren.

Berichte: Gloor D., Meier H. (2013): Gewalt in der Partnerschaft und Alkohol. Häufigkeit einer Dualproblematik, Muster und Beratungssettings. Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit, Bern. download

Gloor D., Meier H. (2013): Violence dans le couple et alcool. Fréquence de l'association des deux problèmes, schémas et settings des centres d'aide. Etude mandatée par l'Office fédéral de la santé publique, Berne. download

 

 

Input und Empfehlungen zum Thema «Beurteilung des Schweregrades häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen»

 

Auftraggeber: Bundesamt für Migration
Laufzeit:
2011
Inhalt:
Der Bundesgerichtsentscheids 2C_460/2009 hält fest, dass eheliche Gewalt eine «gewisse Intensität» aufweisen muss, um – im Sinn des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, Art. 50, Abs. 2) AuG – als «wichtiger persönlicher Grund» für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz zu gelten. Die Aussage/Voraussetzung wird aus sozialwissenschaftlicher Sicht beleuchtet und es werden Empfehlungen gemacht.
Berichte / Publikationen:

D. Gloor, H. Meier (2011): Input und Empfehlungen zum Thema «Beurteilung des Schweregrades häuslicher Gewalt in Paarbeziehungen». Arbeitspapier zu Handen des BFM, Eidg. Departement des Innern. Interner Bericht.

D. Gloor, H. Meier (2012): Beurteilung des Schweregrades häuslicher Gewalt. Sozialwissenschaftlicher Grundlagenbericht. Sozialwissenschaftliche Überlegungen zur Anforderung des Bundesgerichts, dass eheliche Gewalt «eine gewisse Intensität» aufweisen muss, um als wichtiger persönlicher Grund für den unabhängigen Aufenthalt in der Schweiz im Sinne von Art. 50 Abs. 2 des Ausländergesetzes AuG geltend gemacht werden zu können. Im Auftrag des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG, Bern. download

D. Gloor, H. Meier (2012): Assessing the severity of domestic violence. Sociological background report. Sociological considerations regarding the stipulation by the Federal Supreme Court that spousal violence must be "of a certain intensity" in order to qualify as important personal reasons for the independent right of residence in Switzerland within the meaning of Art. 50 para 2 of the Federal Act on Foreign Nationals (FNA) (Ausländergesetz AuG). download

 

 

EU-Projekt – Daphne-Programm – Gender Based Violence: «PROTECT I and II»

 

Auftraggeberin: European Commission, Daphne Programme
Laufzeit:
2010-2011 (PROTECT I) und 2011–2013 (PROTECT II)
Inhalt:
Member of the advisory board and responsible for the evaluation of the PROTECT II Seminars. PROTECT I: Good practice in preventing serious violence, attempted homicides, including crimes in the name of honour, and in protecting high risk victims of gender based violence. PROTECT II: Capacity building in risk assessment and safety management to protect high risk victims.

Evaluation of PROTECT II Seminars. Output and outcome evaluation. PROTECT II Seminars were held in Sweden, Czech Republic, Bulgaria, Spain, and France.

Berichte / Publikationen:
D. Gloor, H. Meier (2013): «PROTECT II Seminars» – Evaluation Report. On behalf of WAVE, European Network «Women Against Violence Europe», and Austrian Women's Shelter Network, applicant and project leader of PROTECT II. Daphne-Programme, European Commission.

Weitere Informationen: Protect-Corner

 

 

Forschungslücken im Themenbereich «häusliche Gewalt» in der Schweiz

 

Auftraggeberin: Fachbereich häusliche Gewalt, Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, Bern
Laufzeit:
2010
Inhalt:
Expertinnentätigkeit
Download des EBG-Berichts: «Gewalt in Paarbeziehungen – Bericht zum Forschungsbedarf».

 

 

Frauen und Männer als Opfer und Tatpersonen von Gewalt in Paarbeziehungen

 

Auftraggeberin: Fachbereich häusliche Gewalt, Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, Bern
Laufzeit:
2009
Inhalt:
Literaturrecherche, Erarbeitung eines Berichts zur Thematik.
Berichte / Publikationen:
interner Bericht.
Download des EBG-Informationsblatts: «Aktueller Forschungsstand zu Opfern und Tatpersonen häuslicher Gewalt».

 

 

Machbarkeitsstudie «Häusliche Gewalt: Online-Beratung und telefonische Hotline»

Auftraggeberin: Fachstelle gegen Gewalt, Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, Bern
Laufzeit:
2009
Inhalt:
Die Machbarkeitsstudie klärt die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Projektidee zum Aufbau und Betrieb einer nationalen Telefon-Beratung und oder Online-Beratung im Bereich häusliche Gewalt. Geklärt werden die Fragen der Notwendigkeit und Nützlichkeit eines solchen Angebots sowie der internationale Stand von Praxis und Erkenntnissen. Weiter werden verschiedene Szenarien vorgeschlagen zum Aufbau einer nationalen Helpline, und die Szenarien werden einer Bewertung unterzogen.
Berichte / Publikationen:

Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): Machbarkeitsstudie «Hilfe bei häuslicher Gewalt – per Telefon und Online».


Tötungsdelikte im sozialen Nahraum –
eine qualitative Analyse der behördlichen (Re-)Konstruktionsarbeit


Auftraggeber: gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds, Abteilung I
Zusammenarbeit: In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Andrea Maihofer, Zentrum Gender Studies, Universität Basel. www.genderstudies.unibas.ch
Laufzeit: 2005–2008
Inhalt: Die Studie beleuchtet die polizeiliche Bearbeitung von Tötungen im sozialen Nahraum. Welche Informationen werden in der Berichterstattung für die nachfolgenden Behörden – Staatsanwaltschaft und Gerichte – als mitteilungswürdig erachtet und welche werden ausgelassen? Die beiden Soziologinnen rekonstruieren in ihrer empirischen Untersuchung die Deutungsleistungen und Narrationen der Polizei anhand von Aktenmaterial der Jahre 1995–2004. Sie arbeiten massgebende Themen und Konzepte heraus, die für die textliche Herstellung der Tatzusammenhänge verwendet werden. Als zentrales Ergebnis zeigen sie auf, dass häusliche Gewalt (anders als z. B. in England) als möglicher Tathintergrund und bedeutsamer Kontext für das Tatgeschehen in der polizeilichen (Re-)Konstruktion weitgehend ignoriert wird. Statt dessen nehmen traditionelle Beziehungskonzepte und Geschlechterbilder sowie essentialistische Konzepte von Persönlichkeit und Ethnizität eine wichtige Stellung ein. Weiter weisen die Autorinnen nach, dass versuchte Tötungen häufig nur oberflächlich dokumentiert werden. Die Studie ist hochaktuell und sowohl für PraktikerInnen als auch für JuristInnen und SozialwissenschafterInnen bedeutsam.
Berichte / Publikationen:
Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): «Von der Harmonie zur Trübung» – Polizeiliche (Re-)Konstruktionen von Tötungsdelikten im sozialen Nahraum. Stämpfli Verlag, Bern. www.fampra.recht.ch
Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): Tötungsdelikte im sozialen Nahraum. In: FamPra.ch, die Praxis des Familienrechts Nr. 4, S. 946–971.
Gloor Daniela, Meier Hanna (2009): Statistics on Relationship Homicides in Switzerland and Europe. In: Fempower. A magazine published by the WAVE office. No. 2/2009, p. 9–11.
Gloor Daniela, Meier Hanna (2011): Culture and Ethnicity in (Re-)constructing Domestic Homicides. In: Thiara Ravi K., Condon Stephanie A., Schröttle Monika (eds.): Violence against Women and Ethnicity: Commonalities and Differences across Europe. Barbara Burdrich Publishers, Opladen, Berlin, Farmington Hills, p. 399–413.
D. Gloor, H. Meier (2013): Clouds darkening the blue marital sky’ – How language in police’s reports (re)constructs intimate partner homicides. In: R. Klein (ed.): Framing sexual and domestic violence through language. Palgrave-Macmillan.

D. Gloor, H. Meier (2016): Kultur und Ethnizität in der (Re-)Konstruktion von Tötungsdelikten im sozialen Nahraum. In: Thiara, Ravi K./ Schröttle, Monika/ Condon, Stephanie A. (Hrsg.) Gewalt gegen Migrantinnen in Europa. Verlag Barbara Budrich, Opladen, Berlin, Farmington Hills.

 


Häusliche Gewalt bei Patientinnen und Patienten des Universitätsspitals Basel

 

Auftraggeber: Halt-Gewalt, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt. www.halt-gewalt.bs.ch
Laufzeit: 2004–2005
Inhalt: Die Studie untersucht die aktuelle Situation im Universitätsspital Basel bezüglich Wahrnehmung und Umgang mit dem Thema häusliche Gewalt. Im Zentrum stehen die Sicht, Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten des Personals in Bezug auf die Problematik. Mündliche und schriftliche Befragungen des Personals, d. h. der Ärzte/Ärztinnen, Pflegepersonals, Hebammen und Sozialdienst zu den Anliegen und Problemen im Umgang mit PatientInnen, die von häuslicher Gewalt mutmasslich oder sicher betroffen sind. Weiter werden Wissensstand und Kenntnisse sowie bisherige Aus- und Weiterbildung zur Thematik erfasst und die Frage des Erkennens und Ansprechens von häuslicher Gewalt untersucht. Der Schlussbericht gibt Auskunft über die Auswertung der quantitativen und qualitativen Befragungen und erarbeitet Schlussfolgerungen und Empfehlungen für den institutionellen Umgang mit der Thematik.
Berichte / Publikationen:
D. Gloor, H. Meier: Häusliche Gewalt bei Patientinnen und Patienten. Eine sozialwissenschaftliche Studie am Universiätsspital Basel. Schriftenreihe des Justizdepartements, Band 8, Basel, 2005.


Häusliche Gewalt im Gesundheitswesen – Projekt Klinik Maternité Inselhof Triemli

Auftraggeber: Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich und Klinik Maternité Inselhof Triemli, Zürich. www.gleichstellung.zh.ch
Laufzeit: 2002–2004
Inhalt: Die Untersuchung hat zur Aufgabe, Grundlagenmaterial zur Optimierung des professionellen Umgangs im Gesundheitswesen mit dem Problem häusliche Gewalt zu erarbeiten. Das Projekt Maternité umfasst zwei Teilstudien: a) eine Personalbefragung und Bestandesanalyse der Ist-Situation, und b) eine Patientinnenbefragung zur Gewaltbetroffenheit. Die Bestandesanalyse gibt Auskunft über Erfahrungen, Kenntnisstand, Problemwahrnehmung und Anliegen der Gesundheitsfachleute im Bereich häusliche Gewalt. Datengrundlage sind eine quantitative schriftliche Befragung des gesamten Personals mit Patientinnenkontakt und vertiefende qualitative Leitfadeninterviews mit MitarbeiterInnen der Berufsgruppen Medizin, Hebammen, Pflege und Sozialdienst. Die Teilstudie der Patientinnenbefragung stellt aussagekräftige Daten über das Ausmass der Gewaltbetroffenheit und die Situation der Spitalklientel zur Verfügung. Die schriftliche Repräsentativbefragung von ambulanten und stationären Patientinnen eines ganzen Jahrs wird auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Serbokroatisch durchgeführt (Teilnahme: 1772 Frauen, 47,1 %). Erfasst werden: Betroffenheit durch Gewalt im sozialen Nahraum, Folgen der Gewalt, institutionelle Hilfe, Zusammenhang zwischen aktueller Gesundheit und Gewalterfahrung, Beurteilung der institutionellen Leistungen und Hilfe, Einstellungen zum Screening (routinemässiges Fragen nach Gewaltbetroffenheit).
Berichte / Publikationen:
D. Gloor, H. Meier: Häusliche Gewalt als Thema des Gesundheitswesens. Aktuelle Situation und Bedarf des Personals der Klinik Maternité Inselhof Triemli für Geburtshilfe und Gynäkologie. Untersuchung im Rahmen des Projekt «häusliche Gewalt – wahrnehmen – intervenieren». 2003. download
D. Gloor, H. Meier: Frauen, Gesundheit und Gewalt im sozialen Nahraum. Repräsentativbefragung bei Patientinnen der Maternité Inselhof Triemli, Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie. Hg.: Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich und Maternité Inselhof Treimli, Zürich, Edition Soziothek, Bern, 2004. download
Gloor Daniela, Meier Hanna (2010; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage): Zahlen und Fakten zum Thema häusliche Gewalt. In: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Frauenklinik Maternité, Stadtspital Triemli Zürich, Verein Inselhof Triemli Zürich (Hrsg.): Häusliche Gewalt erkennen und richtig reagieren. Handbuch für Medizin, Pflege und Beratung. Huber Verlag, Bern.

D. Gloor, H. Meier (2004): Towards good practices and evaluation addressing domestic violence in health care. Presentation at the first CAHRV-conference (Coordination Action on Human Rights Violations), Osnabrück, 23th–25th September 2004. download


EU-Projekt im 6. Rahmenprogramm – Co-ordination Action CAHRV

Auftraggeber: European Commission, Sixth Framework Programme. www.cahrv.uni-osnabrueck.de
Laufzeit: 2004–2007
Inhalt: Social Insight ist Partner im sozialwissenschaftlichen Projekt «Co-ordination Action on Human Rights Violations, CAHRV». Daniela Gloor ist Vice-Chair des Subnetworks «Addressing Gender-Based Human Rights Violations». Ziel dieses Teils ist die Zusammenführung des europäischen Wissensstandes im Bereich interpersonale Gewalt, insbesondere den Forschungsstand und das Vorliegen von «Good Practices» und innovativen Massnahmen in den Bereichen häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt aufzuarbeiten.
Berichte / Publikationen:
Hagemann-White Carol (2008): Gendering Human Rights Violations: The case of interpersonal violence. Coordination Action on Human Rights Violations (CAHRV). Final Report 2004–2007. With Daniela Gloor (Switzerland), Jalna Hanmer (UK), Jeff Hearn (Finland), Catherine Humphreys (UK), Liz Kelly (UK), Rosa Logar (Austria), Manuela Martinez (Spain), Corinne May-Chahal (UK), Irina Novikova (Latvia), Keith Pringle (Denmark), Ralf Puchert (Germany), Monika Schröttle (Germany). download

Gloor Daniela, Meier Hanna, Hanmer Jalna (2006): Agencies and evaluation of good practice: domestic violence, rape and sexual assault. Final Report. Zürich and Sunderland. In Co-operation with Maria Eriksson (Sweden), Birgitt Haller (Austria), Barbara Kavemann (Germany), Lucyna Kirwil (Poland), Rosa Logar (Austria), Jo Lovett (UK), Ravi K. Thiara (UK). download


Evaluation «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer»

Auftraggeber: Halt-Gewalt, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt, www.halt-gewalt.bs.ch, und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt des Kantons Basel-Landschaft, www.baselland.ch/Haeusliche-Gewalt.273876.0.html
Laufzeit: 2001 bis 2003.
Inhalt: Wissenschaftliche Begleitung des ersten und zweiten Pilotjahrs des neu entwickelten Angebots “Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer“. Das Programm bietet Männern, die gegen die Partnerin oder die Expartnerin Gewalt ausüben oder ausgeübt haben, ein kognitiv-verhaltensorientieres Gruppentraining an. Das 26 Wochen dauernde Programm soll gemäss rechtsverbindlicher Zuweisung besucht werden und ist Teil der Interventionsstrukturen gegen häusliche Gewalt der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Die Evaluation untersucht a) den Bedarf und die Nutzung des neuen Angebots, b) die Eignung des Konzepts und dessen strukturelle Einbettung in die Interventionssysteme sowie c) die Wirksamkeit des Programms: Wird die Gewalt der Programmteilnehmer gestoppt? Verbessert sich das Sicherheitsgefühl der Partnerinnen? Die Evaluation stützt sich auf qualitative und quantitative Datengrundlagen: Befragung Kursteilnehmer und Partnerinnen, Auswertung Teilnahmeverläufe, Aktenanalyse zu Rückfällen, Interviews mit zuweisenden Stellen und Programmverantwortlichen.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Evaluation des Pilotprojekts «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer», 2002.
D. Gloor, H. Meier: Evaluation des zweiten Pilotjahrs 2002 «Soziales Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer», 2003. download



Nationalfondsprojekt NFP40 «Halt-Gewalt. Ein öffentlich-privates Interventionsmodell gegen Gewalt im sozialen Nahraum»

Auftraggeber: Schweizerischer Nationalfonds, Programm Nr. 40: Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität
Laufzeit: 1996 bis 2001.
Inhalt: Erarbeitung der wissenschaftlichen Gesuchstellung an den NF und Leitung des soziologischen Forschungsteils. Konzeption und Durchführung der Grundlagenanalysen zur institutionellen Ist-Situation im Kanton Basel-Stadt, Interviews und Datenanalysen bei der Kantonspolizei. Planung und Durchführung der Begleitevaluation zum praxisorientierten Pilotprojekt und zur institutionellen Zusammenarbeit. Methoden: Dokumentenanalyse und Datenbankerstellung, Interviewgespräche und ExpertInnenbefragung (Transkription und qualitative Auswertung mit der Software NUD*IST), quantitative Befragungen (Auswertung mit der Statistiksoftware SPSS).
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Staatliche Intervention bei Gewalt im sozialen Nahraum. Eine empirische Untersuchung zum Handeln der Polizei, in: M. Eisner, P. Manzoni (Hrsg.): Gewalt in der Schweiz. Studien zu Entwicklung, Wahrnehmung und staatlicher Reaktion, Rüegger, Chur/Zürich 1998, S. 161-184
D. Gloor, H. Meier, P. Baeriswyl, A. Büchler: Interventionsprojekte gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft. Grundlagen und Evaluation des Pilotprojekts Halt-Gewalt, Paul Haupt Verlag, 2000
D. Gloor, H. Meier: Interventionen von Polizei und Justiz bei Anzeigen zu Gewalt im sozialen Nahraum. Empirische Untersuchung zu Veränderungen im Kanton Basel-Stadt, 1995–2000. In: FamPra.ch – Die Praxis des Familienrechts, 4/2001, S. 651–675.


Evaluationsauftrag «Regionale Kinderschutzgruppe Gelterkinden»

Auftraggeber: Mütterinitiative Gelterkinden und Gesundheitsförderung des Kantons Basel-Landschaft
Laufzeit: 2000–2001.
Inhalt: Quantitative und qualitative Evaluation der Pilotphase der neu geschaffenen Kinderschutzgruppe, Erfassung und Auswertung der Statistik, telefonische Leitfadeninterviews mit den InitiantInnen, telefonische Leitfadeninterviews mit NutzerInnen des neuen Angebots.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Evaluation der Pilotphase der «Regionalen Kinderschutzgruppe (KSG) Gelterkinden» im Kanton Basel-Landschaft, 2001.
D. Gloor, H. Meier: «Der Kanton ist nicht nur für Strassen verantwortlich, er muss auch für die Menschen sorgen», Erfahrungen der Kinderschutzgruppe Gelterkinden im Kanton Basel-Landschaft. In: Soziale Medizin, Nr. 3, 2002, S. 36–39.


«Erfolgskontrolle Frauenhäuser im Kanton Bern»

Auftraggeber: Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Amt für wissenschaftliche Auswertung AWA
Zusammenarbeit: In Zusammenarbeit mit R. Iten, Büro Infras Zürich.
Laufzeit: 1997–1998.
Inhalt: Quantitative, schriftliche Befragung der Sozialdienste, Jugendämter, Opferhilfestellen und Polizei im Kanton Bern zu Bedarf und institutionellen Erfahrungen in der Kooperation mit den Frauenhäusern, qualitative Interviews mit ehemaligen Bewohnerinnen, strukturierte Vertiefungsgespräche mit den Mitarbeiterinnen sowie Dokumentenanalyse und sekundärstatistische Aufarbeitung der bestehenden Datengrundlagen hinsichtlich Nutzung, finanzieller Kennzahlen und Klientel der Frauenhäuser.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Erfolgskontrolle Frauenhäuser im Kanton Bern, Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Amt für wissenschaftliche Auswertung AWA, Bern 1998.


Evaluation «Runder Tisch» des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP

Auftraggeber: Fachstelle Gewalt gegen Frauen und Kinder, Sozialdepartement Stadt Zürich und Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich
Laufzeit: 1997–1998
Inhalt: Evaluation des interinstitutionellen Modellversuchs «Runder Tisch» innerhalb des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP. Erfasst werden gemäss Auftrag: Beurteilung und Bedarf des Modellversuchs sowie der Projektverlauf und die Zielerreichung des Runden Tisches. Datengrundlage sind qualitative Interviews mit den beteiligten InstitutionsvertreterInnen (Polizei, Justiz, Opfervertretung, Projektleitung) anhand eines strukturierten Gesprächsleitfadens und Dokumentenanalyse; Transkription und qualitative Auswertung mit der Software NUD*IST.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier: Das Kooperationsmodell «Runder Tisch» des Zürcher Interventionsprojekts gegen Männergewalt ZIP. Evaluationsbericht, Zürich 1998


Nationalfondsprojekt NFP29 «Soziale Sicherheit und Gewalt gegen Frauen»

Auftraggeber: Schweizerischer Nationalfonds, Programm Nr. 29: Wandel der Lebensformen und soziale Sicherheit
Laufzeit: 1991–1994
Inhalt: Konzeption und Leitung der wissenschaftlichen Gesuchsstellung. Untersuchung und Durchführung der Studie im Auftrag des Nationalfonds. Methoden: Sekundäranalysen, qualitative Interviewgespräche und ExpertInnenbefragung sowie quantitative Befragung ehemaliger FrauenhausbewohnerInnen.
Publikationen / Berichte:
D. Gloor, H. Meier, M. Verwey: Frauenalltag und soziale Sicherheit. Schweizer Frauenhäuser und die Situation von Frauen nach einem Aufenthalt, Rüegger, Chur/Zürich 1995

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